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Hauptschulpreis 2007

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Die besten Schulen mit Hauptschulabschluss in Berlin:

Berlin, 21. März 2007
Die besten Schulen mit Hauptschulabschluss in Berlin sind die Carl-Friedrich-Zelter-Schule, die Paul-Löbe-Schule und die Werner-Stephan-Schule.

In Berlin wurden die Schulen heute mit dem Landespreis des bundesweiten Hauptschulpreises 2007 – Deutschlands beste Schulen mit Hauptschulabschluss ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vergeben. An dem mit rund 240.000 Euro dotierten Wettbewerb beteiligten sich bundesweit über 500 Schulen mit Hauptschulabschluss. Mehr als 350 Schulen haben eine aussagekräftige Bewerbung eingereicht, darunter 15 Schulen aus Berlin. Aus den Einsendungen ermittelte eine 14-köpfige Jury aus Schule, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft drei Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundes-
länder hat die in Berlin erstplatzierte Carl-Friedrich-Zelter-Schule nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei bundesweiten Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 10. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung von Berlin, sagte bei der Übergabe der Landespreise heute in Berlin: „Mit ihrem großartigen Engagement haben die Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern der Schule die Auszeichnung mehr als verdient. Ich freue mich, dass der Wettbewerb dazu beiträgt, schulische und pädagogische Spitzenleistungen zu fördern.“

„Die Landespreisträger nehmen zur Förderung der Ausbildungsreife die einzelnen Schülerinnen und Schüler in den Blick“, sagte Dr. Christof Eichert, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. „Kooperation wird dabei groß geschrieben – innerhalb des Lehrerkollegiums, mit den Eltern, mit externen Partnern.“

Für den ersten Preis erhält die Carl-Friedrich-Zelter-Schule in Berlin 5.000 Euro. Die Schule führt ein umfassendes und ganzheitliches Bildungs- und Erziehungskonzept durch, bei dem viele Aspekte bis hin zu „Begabtenklassen“ berücksichtigt werden. Ergänzend dazu verfügt die Schule über ein eigenes Konzept der Berufsvorbereitung, das gemeinsam mit einer Unternehmensberatung erarbeitet wurde. Dazu kooperiert die Schule mit der IHK sowie verschiedenen Unternehmen. Rund 30 Prozent der Schüler finden nach der Schule einen Ausbildungsplatz, weitere 30 Prozent machen ihren Realschulabschluss - für Berlin ein hervorragendes Ergebnis. Auf Grund klarer Regeln, die konsequent durch das Kollegium umgesetzt werden, konnte die Zahl der Schwänzer- und Fehlzeitenquote um 50 Prozent gesenkt werden. Zugangstest zur Einschätzung der Schüler mit sich anschließenden individuellen Förderplänen stärken jeden Schüler.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Paul-Löbe-Schule. Sie überzeugte die Jury vor allem durch die intensive Beteiligung externer Anbieter und die beachtliche Vermittlungsquote in ein Ausbildungsverhältnis von 37 Prozent. Kooperationen mit der IHK, Praktikumstage in der Klasse 8 sowie die Beratung durch Unternehmer sind nur einige Beispiele für das Engagement der Schule. Die Elternarbeit wird durch ein „Elterntraining“ und Beratung in Erziehungsfragen intensiviert.

Mit dem dritten Preis und 2.000 Euro wurde die Werner-Stephan-Schule ausgezeichnet. Die Schule setzt die Priorität auf eine Demokratie- und Werteerziehung sowie auf die „Selbstwirksamkeit“ der Schüler: Mit einem Schulversprechen stellen sich die Schüler selbst Regeln auf und binden sich bewusst daran, auch mit evtl. verbundenen Sanktionen. Der Erfolg dieser Methode ist sichtbar: Die Schüler schneiden bei Vergleichsarbeiten überdurchschnittlich gut ab.

Die ersten fünf Plätze im Landeswettbewerb Berlin haben belegt:

  • Carl-Friedrich-Zelter Schule
  • Paul-Löbe-Schule
  • Werner-Stephan Schule
  • Wilhelm Leuschner Schule
  • Heinrich-von-Stephan Oberschule


Neben der Förderung der „Persönlichkeitsbildung“ und dem „Umgang mit Unterschiedlichkeit“ standen vor allem die Kriterien „Ausbildungsreife“ und „Qualifizierung für den Arbeitsmarkt“ im Mittelpunkt der Bewertung. Unter anderem wurden die Vermittlungs- und die Abbrecherquote der Schulen erhoben.

Beim Hauptschulpreis 2007 konnten sich alle Hauptschulen und Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. In Berlin sind dies Hauptschulen und Verbundene Haupt- und Realschulen. Ins Leben gerufen wurde der Hauptschulpreis im Jahr 1999 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Rahmen der Initiative Hauptschule. Seit 2003 wird der Hauptschulpreis gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung ausgeschrieben. Die Kultusministerien der Länder unterstützen den Wettbewerb.

Weitere Informationen:


Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Grüneburgweg 105
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.66 07 56 155
Fax: 069.66 07 56 306
JacobiC@ghst.de
www.hauptschulpreis.ghst.de

Bärbel Schubert
Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung
Beuthstraße 6-8
10117 Berlin
Tel.: 030/9026 5844
Fax: 030/9026 5020
pressestelle@senbwf.verwalt-berlin.de
www.berlin.de/sen/bwf



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