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Hauptschulpreis 2007

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Die beste Schule mit Hauptschulabschluss in Sachsen:

Dresden, 26. März 2007
Die beste Schule mit Hauptschulabschluss in Sachsen ist die Pestalozzi-Mittelschule in Wilkau-Haßlau.

In Dresden wurde die Schule heute mit dem Landespreis des bundesweiten Hauptschulpreises 2007 – Deutschlands beste Schulen mit Hauptschul-abschluss ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vergeben. An dem mit rund 240.000 Euro dotierten Wettbewerb beteiligten sich bundesweit über 500 Schulen mit Hauptschulabschluss. Mehr als 350 Schulen haben eine aussagekräftige Bewerbung eingereicht, darunter neun Schulen aus Sachsen. Aus den Einsendungen ermittelte eine 14-köpfige Jury aus Schule, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft der (Da in Sachsen nur ein erster aber kein zweiter und dritter Preis vergeben wird, sollte die Formulierung mit der Zahl "drei" entfallen) Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die Pestalozzi-Mittelschule in Wilkau-Haßlau nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei bundesweiten Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 10. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Steffen Flath, Staatsminister des Freistaates Sachsen, sagte bei der Übergabe der Landespreise heute in Dresden: „Mit ihrem großartigen Engagement haben insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern die Auszeichnung mehr als verdient. Ich freue mich, dass der Wettbewerb dazu beiträgt, das Engagement für einen guten Unterricht und die Ausbildungsreife der Schülerinnen und Schüler zu fördern.“

Flath ermutigte die Schüler vor dem Hintergrund der Halbierung der Schülerzahlen zur Anstrengungsbereitschaft: „Junge Menschen haben in Deutschland schon lange nicht mehr so gute Chancen gehabt wie heute. Ihr habt es in der Hand, diese Chance zu nutzen. Es gibt keinen Grund für eine ‚Null-Bock-Haltung’.“

„Die Landespreisträger nehmen zur Förderung der Ausbildungsreife die einzelnen Schülerinnen und Schüler in den Blick“, sagte Kirsten Keppeler, Projektleiterin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. „Kooperation wird dabei groß geschrieben – innerhalb des Lehrerkollegiums, mit den Eltern, mit externen Partnern.“ Für den ersten Preis erhält die Pestalozzi-Mittelschule in Wilkau-Haßlau 5.000 Euro. Die Schule hat sich Ausbildungsreife, Persönlichkeitsbildung sowie Leistung und Verantwortung zum Leitziel gesetzt und erreicht diese nach Meinung der Jury in besonders lobenswerter Weise.

Vielfältige Maßnahmen zur Berufsvorbereitung, wie zahlreiche Praktika für die Schüler, eine enge Kooperation mit Firmen und Institutionen der Wirtschaft sowie eine individuelle Bildungsvereinbarung und enge Zusammenarbeit mit den Eltern führen zum Erfolg. Darüber hinaus zeichnet sich die Schule auch dadurch aus, dass sie mit individuellen Förderprogrammen auf schwache und starke Schüler gleichermaßen eingehen kann. Auch die Integration von Schülern mit Behinderung hat sich die Schule zur Aufgabe gestellt. Die Lehrkräfte sind untereinander gut vernetzt und schöpfen in ihrem Unterricht das gesamte Spektrum der Unterrichtsmethodik aus. Ferner arbeiten sie auch über die Schule hinaus in weiterführenden Gremien engagiert mit.

Eine Ehrung im Landeswettbewerb Sachsen wurde zusätzlich an das Förderzentrum zur Lernförderung „Johann Heinrich Pestalozzi“ in Chemnitz ausgesprochen.

Neben der Förderung der „Persönlichkeitsbildung“ und dem „Umgang mit Unterschiedlichkeit“ standen vor allem die Kriterien „Ausbildungsreife“ und „Qualifizierung für den Arbeitsmarkt“ im Mittelpunkt der Bewertung. Unter anderem wurden die Vermittlungs- und die Abbrecherquote der Schulen erhoben.

Beim Hauptschulpreis 2007 konnten sich alle Hauptschulen und Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. In Sachsen sind dies Mittelschulen und ausgewählte Schulen zur Lernförderung Ins Leben gerufen wurde der Hauptschulpreis im Jahr 1999 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Rahmen der Initiative Hauptschule. Seit 2003 wird der Hauptschulpreis gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung ausgeschrieben.
Die Kultusministerien der Länder unterstützen den Wettbewerb.


Weitere Informationen:


Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Grüneburgweg 105
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.66 07 56 155
Fax: 069.66 07 56 306
JacobiC@ghst.de
www.hauptschulpreis.ghst.de

Pressestelle
Sächsisches Staatsministerium Kultus
Postfach 10 09 10
01079 Dresden
Tel.: 03 51/5642513
Fax: 0351/5642886
presse@smk.sachsen.de



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