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Hauptschulpreis 2007

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Die besten Schulen mit Hauptschulabschluss in NRW:

Düsseldorf, 12. Februar 2007
Die besten Schulen mit Hauptschulabschluss in Nordrhein-Westfalen sind die Möhnesee-Schule, die Gemeinschaftshauptschule in Harsewinkel und die Hauptschule in Preußisch Oldendorf.

In Düsseldorf wurden die Schulen heute mit den Landespreisen des bundesweiten Hauptschulpreises 2007 – Deutschlands beste Schulen mit Hauptschulabschluss ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vergeben. An dem mit rund 240.000 Euro dotierten Wettbewerb beteiligten sich bundesweit über 500 Schulen mit Hauptschulabschluss. Mehr als 350 Schulen haben eine aussagekräftige Bewerbung eingereicht, darunter 48 Schulen aus Nordrhein-Westfalen. Aus den Einsendungen ermittelte eine 14-köpfige Jury aus Schule, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft drei Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in NRW erstplatzierte Möhnesee-Schule nun zugleich die Chance auf den Bundessieg. Die drei bundesweiten Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 10. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte bei der Übergabe der Landespreise am 12. Februar in Düsseldorf:
„Mit ihrem großartigen Engagement haben die Lehrer, Schüler und Eltern der Schulen die Auszeichnung mehr als verdient. Ich freue mich, dass der Wettbewerb dazu beiträgt, schulische und pädagogische Spitzenleistungen zu fördern.“

„Die Landespreisträger haben herausragende Konzepte zur Berufsvorbereitung entwickelt“, sagte Dr. Christof Eichert, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. „Bereits ab der fünften Klasse werden den Schülerinnen und Schülern Grundkenntnisse der Berufs- und Arbeitswelt vermittelt, die bis zum Ende der Schulzeit kontinuierlich intensiviert und ausgebaut werden. Dafür arbeiten die Lehrer untereinander eng zusammen, und die Schulen kooperieren mit externen Partnern.“

Der erste Preis ging mit 5.000 Euro an die Möhnesee-Schule. Als Teil der „Regionalen Verantwortungsgemeinschaft Möhnesee“ hat die Schule gemeinsam mit der Kommune und Betrieben ein umfassendes Konzept zur Berufsorientierung ab Klasse 5 etabliert. Ein Zentrum für Berufswahlorientierung steht allen Schülern auch nach dem Unterricht, an Wochenenden, in den Ferien und nach dem Schulabschluss offen. Ehemalige Schüler geben ihre bisherigen Lebens- und Berufserfahrungen an die jetzigen Schüler weiter. Jeder Schüler erhält zusätzlich zum Zeugnis eine Kompetenzmappe, die Stärken der Schüler aus allen Lebenswelten dokumentiert.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Gemeinschaftshauptschule in Harsewinkel. Herzstück des wegweisenden Konzepts zur Berufsorientierung in Harsewinkel ist die Berufswahl-AG der Klassen 9 und 10 für maximal 30 Schüler. Auswahlkriterien sind nicht nur die Noten. Die Schüler dürfen keine Fehlstunden haben und müssen einen überzeugenden Bewerbungsaufsatz verfassen. Mit der Berufswahl-AG will die Schule ihre Übergangsquote in Ausbildung von derzeit 54 Prozent weiter steigern.

Mit dem dritten Preis und 2.000 Euro wurde die Hauptschule in Preußisch Oldendorf ausgezeichnet. Sie wendet ein Berufsorientierungskonzept an, das nicht von einem einzelnen Lehrer, sondern von einem zehnköpfigen Lehrerteam durchgeführt wird. Das Konzept beinhaltet eine enge Kooperation mit Unternehmen und sieht die Bildung von Interessen- oder Lerngruppen in den Bereichen „Technik“, „Kaufleute“, „Restaurant“ oder „Berufsfindung“ vor. In Klasse 9 erfolgt eine Einteilung der Schüler nach Berufsfeldern, in Klasse 10 werden Grundfragen zu Finanzen, Steuern oder Versicherungen in den Unterricht einbezogen.

Die ersten zehn Plätze im Landeswettbewerb NRW haben belegt:

  • Möhnesee-Schule in Möhnesee
  • Gemeinschaftshauptschule in Harsewinkel
  • Hauptschule in Preußisch Oldendorf
  • Ganztagshauptschule Stadtpark in Lüdenscheid
  • August-Macke-Schule/Europaschule in Bonn
  • Ketteler-Schule in Rheda-Wiedenbrück
  • Montessori-Hauptschule Rochusstraße in Köln
  • Hauptschule Wolverothe in Wülfrath
  • Ganztagshauptschule in Aldenhoven
  • Gemeinschaftshauptschule Emil-Rentmeister-Schule in Duisburg.

Neben der Förderung der „Persönlichkeitsbildung“ und dem „Umgang mit Unterschiedlichkeit“ standen vor allem die Kriterien „Ausbildungsreife“ und „Qualifizierung für den Arbeitsmarkt“ im Mittelpunkt der Bewertung. Unter anderem wurden die Vermittlungs- und die Abbrecherquote der Schulen erhoben.

Beim Hauptschulpreis 2007 konnten sich alle Hauptschulen und Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. In NRW sind dies u. a. Hauptschulen und Ganztagshauptschulen. Ins Leben gerufen wurde der Hauptschulpreis im Jahr 1999 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Rahmen der Initiative Hauptschule. Seit 2003 wird der Hauptschulpreis gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung ausgeschrieben. Die Kultusministerien der Länder unterstützen den Wettbewerb.

Weitere Informationen:


Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Grüneburgweg 105
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.66 07 56 155
Fax: 069.66 07 56 306
JacobiC@ghst.de
www.hauptschulpreis.ghst.de

Pressereferat
Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49
40221 Düsseldorf
Tel.: 0211.5867-3505 oder -3506
Fax: 0211.5867-3225
presse@msw.nrw.de
www.schulministerium.nrw.de



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