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Hauptschulpreis 2007

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Die besten Schulen mit Hauptschulabschluss in Rheinland-Pfalz:

Mainz, 26. Februar 2007
Die besten Schulen mit Hauptschulabschluss in Rheinland-Pfalz sind die Regionale Schule Contwig, die Fritz-Straßmann-Schule in Boppard und die Geschwister-Scholl-Schule Germersheim.

In Mainz wurden die Schulen heute mit den Landespreisen des bundesweiten Hauptschulpreises 2007 – Deutschlands beste Schulen mit Hauptschulabschluss ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Rahmen der Initiative Hauptschule e.V. vergeben. An dem mit rund 240.000 Euro dotierten Wettbewerb beteiligten sich bundesweit über 500 Schulen mit Hauptschulabschluss. Mehr als 350 Schulen haben eine aussagekräftige Bewerbung eingereicht, darunter 17 Schulen aus Rheinland-Pfalz. Aus den Einsendungen ermittelte eine 14-köpfige Jury aus Schule, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft drei Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in Rheinland-Pfalz erstplatzierte Regionale Schule Contwig nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei bundesweiten Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 10. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, sagte bei der Übergabe der Landespreise heute in Mainz: „Mit ihrem großartigen Engagement haben die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern der Schulen die Auszeichnung mehr als verdient. Ich freue mich, dass der Wettbewerb dazu beiträgt, schulische und pädagogische Spitzenleistungen zu fördern und sichtbar zu machen.“

„Die Landespreisträger nehmen zur Förderung der Ausbildungsreife die einzelnen Schülerinnen und Schüler in den Blick“, sagte Dr. Christof Eichert, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. „Kooperation wird dabei groß geschrieben – innerhalb des Lehrerkollegiums, mit den Eltern, mit externen Partnern.“

Der erste Preis ging mit 5.000 Euro an die Regionale Schule Contwig. Sie ist eine Modellschule für Berufsorientierung und beginnt die Entwicklung der Ausbildungsreife bereits im 5. Schuljahr. Eltern und Schüler werden frühzeitig über eine mögliche Schul- und Bildungslaufbahn informiert. Zur Qualifizierung für den Arbeitsmarkt bindet die Schule zahlreiche externe Institutionen ein. Durch unterschiedliche Projekte strebt das Kollegium zudem eine gezielte Werteerziehung und Persönlichkeitsbildung an. Schüler mit und ohne Behinderung werden gemeinsam unterrichtet und individuell gefördert.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Fritz-Strassmann-Schule in Boppard. Durch ein differenziertes Methodentraining, freiwillige Praktika und eine fachlich fundierte Vorbereitung trägt die Regionale Schule bereits in den Jahrgangsstufen 5-7 zur Ausbildungsreife ihrer Schüler bei. Ein breites Netzwerk der Kooperation mit Vereinen, öffentlichen Einrichtungen, Betrieben und Einzelpersonen stärkt den sozialen und wirtschaftlichen Kontext der Schüler. Zusätzlich bietet die Schule musische und sozialorientierte Projekte an, in denen die Jugendlichen gestärkt werden und Eigenverantwortlichkeit beweisen.

Mit dem dritten Preis und 2.000 Euro wurde die Geschwister-Scholl-Schule Germersheim ausgezeichnet. Die Qualifizierung für den Arbeitsmarkt an der Grund- und Hauptschule ist breit angelegt und umfasst u.a. eine Arbeitsweltklasse, geschlechterspezifische Beratung sowie eine Supervision beim Bewerbungstraining. Zudem stärken eine Reihe von Projekten zum sozialen Lernen und eigenverantwortlichen Handeln die Persönlichkeitsbildung der Schüler. Deutsch als Zweitsprache gehört zum Förderprogramm in Zusammenarbeit mit einem externen Bildungsträger. Die Öffnung der Schule macht es möglich, dass ein Netzwerk von Partnern die berufsvorbereitenden Maßnahmen unterstützt.

Die ersten fünf Plätze im Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz haben belegt:

  • Regionale Schule Contwig
  • Fritz-Straßmann-Schule in Boppard
  • Geschwister-Scholl-Schule Germersheim
  • Diesterweg-Hauptschule in Worms
  • Hauptschule im PAMINA-Schulzentrum in Herxheim.

Neben der Förderung der „Persönlichkeitsbildung“ und dem „Umgang mit Unterschiedlichkeit“ standen vor allem die Kriterien „Ausbildungsreife“ und „Qualifizierung für den Arbeitsmarkt“ im Mittelpunkt der Bewertung. Unter anderem wurden die Vermittlungs- und die Abbrecherquote der Schulen erhoben.

Beim Hauptschulpreis 2007 konnten sich alle Hauptschulen und Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. In Rheinland-Pfalz sind dies u.a. Regionale Schulen, Hauptschulen und kooperative Gesamtschulen. Ins Leben gerufen wurde der Hauptschulpreis im Jahr 1999 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Rahmen der Initiative Hauptschule. Seit 2003 wird der Hauptschulpreis gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung ausgeschrieben. Die Kultusministerien der Länder unterstützen den Wettbewerb.

Weitere Informationen:


Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Grüneburgweg 105
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.66 07 56 155
Fax: 069.66 07 56 306
JacobiC@ghst.de
www.hauptschulpreis.ghst.de

Michael Au
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz
Mittlere Bleiche 61
55116 Mainz
Tel.: 06131.16-2829
Fax: 06131.16-2957
Michael.Au@mbwjk.rlp.de
www.mbwjk.rlp.de



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