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Hauptschulpreis 2007

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Die besten Schulen, die zur Berufsreife führen in Mecklenburg-Vorpommern:

Schwerin, 9. März 2007
Die beste Schule, die zur Berufsreife führt in Mecklenburg-Vorpommern, ist die Regionale Schule Gingst.

In Schwerin wurde die Schule heute mit dem Landespreis des bundesweiten Hauptschulpreises 2007 – Deutschlands beste Schulen mit Hauptschulabschluss ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Rahmen der Initiative Hauptschule e.V. vergeben. An dem mit rund 240.000 Euro dotierten Wettbewerb beteiligten sich bundesweit über 500 Schulen mit Hauptschulabschluss. Mehr als 350 Schulen haben eine aussagekräftige Bewerbung eingereicht, darunter neun Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern. Aus den Einsendungen ermittelte eine 14-köpfige Jury aus Schule, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft drei Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in Mecklenburg-Vorpommern erstplatzierte Regionale Schule Gingst nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei bundesweiten Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 10. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Henry Tesch, Bildungsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sagte bei der Übergabe der Landespreise heute in Schwerin: „Sie erhalten Anerkennung für Spitzenleistungen bei der Qualifizierung ihrer Schülerinnen und Schüler für den Arbeitsmarkt. Wir alle sprechen Ihnen, den Pädagogen und Schülern, Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus und möchten Sie ermutigen, diesen erfolgreichen Weg weiter zu beschreiten.“

„Umfassende Förderkonzepte, die bereits in den unteren Klassen ansetzen und die Schule frühzeitig für die Arbeitswelt öffnen, sind der entscheidende Schlüssel für den erfolgreichen Übergang in den Beruf“, unterstrich Günter Gerstberger, Bereichsleiter der Robert Bosch Stiftung. „Schüler und Betriebe profitieren gleichermaßen davon, wenn sie sich bereits vor Beginn der Berufsausbildung kennen.“

Für den ersten Preis erhält die Regionale Schule Gingst 5.000 Euro. Sie ist eine Schule, die trotz der ländlichen Lage und den begrenzten Arbeitsmöglichkeiten auf der Insel Rügen 75 Prozent ihrer Schüler in eine Ausbildung vermittelt. Viele weitere Schüler erwerben nach der Berufsreife noch durch den Besuch der 10. Klasse ihre Mittlere Reife. Ab der Klasse 7 werden die Schüler intensiv auf die Berufsausbildung vorbereitet. Neben dem Unterricht sind Betriebsbesichtigungen, Schülerportfolios sowie Praktika zentral. Dabei kooperiert die Schule intensiv mit Betrieben und der IHK. Auch im sportlichen Bereich arbeitet die Regionale Schule Gingst mit Partnern: Fußball, Golf, Tanzen, Rudern, Reiten und sogar Segelfliegen stehen auf dem Programm

Eine Ehrung im Landeswettbewerb Mecklenburg-Vorpommern wurde zusätzlich an das Sonderpädagogische Förderzentrum „Schule am Fernsehturm“ in Schwerin ausgesprochen. Diese Schule zeichnet sich durch eine systematische und überdurchschnittliche Berufsvorbereitung aus. Der Werkunterricht ist hier ein wichtiger Bestandteil, Praktika ermöglichen den Schülern Einblicke in Berufsfelder und die Arbeitswelt. Neben einem breit aufgestellten Bildungsangebot werden beispielsweise individuelle Verträge mit den Schülern vereinbart. Zudem wird der Verbleib der Schulabgänger/innen detailliert verfolgt, sogar bis zum Ausbildungsabschluss.

Neben der Förderung der „Persönlichkeitsbildung“ und dem „Umgang mit Unterschiedlichkeit“ standen vor allem die Kriterien „Ausbildungsreife“ und „Qualifizierung für den Arbeitsmarkt“ im Mittelpunkt der Bewertung. Unter anderem wurden die Vermittlungs- und die Abbrecherquote der Schulen erhoben.

Beim Hauptschulpreis 2007 konnten sich alle Hauptschulen und Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. In Mecklenburg-Vorpommern sind dies u.a. Regionale Schulen und Gesamtschulen. Ins Leben gerufen wurde der Hauptschulpreis im Jahr 1999 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Rahmen der Initiative Hauptschule. Seit 2003 wird der Hauptschulpreis gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung ausgeschrieben. Die Kultusministerien der Länder unterstützen den Wettbewerb.


Weitere Informationen:


Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Grüneburgweg 105
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.66 07 56 155
Fax: 069.66 07 56 306
JacobiC@ghst.de
www.hauptschulpreis.ghst.de

Norbert Frank
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Werderstraße 124
19055 Schwerin
Tel.: 0385.588-7240
Fax: 0385.588-7082
Fax: 07 11/279-2840
N.Frank@bm.mv-regierung.de
www.kultus-mv.de



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